„Spirituelle Einheit“ oder Bruchlinien einer Nation – Die orthodoxen Kirchen in der Ukraine

Die Ukraine wird in diesen Wochen zwischen EU und Russland zerrieben. Dass dies möglich ist, hat Ursachen im Inneren des Landes. Will man diese Bruchlinien einer Nation aufspüren, ist es manches Mal nicht verkehrt, den Weg über die Kirchengeschichte zu nehmen. Kirchliche Strukturen haben eine viele Jahrhunderte alte Vergangenheit. Sie sind tief in den gesellschaftlichen Verhältnissen und im Langzeitgedächtnis eines Volkes verwurzelt. Hervor getrieben aus alten sozialen gesellschaftlichen und ethnischen Widersprüchen, besitzen sie genügend Eigendynamik, um diese Konflikte zu verschärfen und auszubauen. Ein Blick auf die für Außenstehende verwirrenden Verhältnisse der christlichen, insbesondere orthodoxen Kirchenorganisationen in der Ukraine soll einen Beitrag dazu leisten, diese Widersprüche aufzuspüren. Wenn wir hier die unterschiedlichen orthodoxen und katholischen Kirchen darstellen, tun wir das nicht, um deren dogmatische oder liturgische Differenzen nachzubeten. Ganz untheologisch wollen wir versuchen herauszufinden, wer hier wessen Geschäft betreibt.

Orthodoxes Christentum, was ist das?

Diese Frage ist schwerer zu beantworten als es zunächst scheint. Oft wird — besonders seitens katholischer Autoren — statt von „orthodox“ von „ostkirchlich“ gesprochen. Aber das ist ungenau. Mit dieser Beschreibung bezieht die Katholischen Kirche sowohl die orthodoxen Kirchen als auch die mit dem Papst in Rom uniertem Kirchen des Ostens mit ein. Aber die ebenso stark vorhandenen protestantisch-reformatorischen Kirchen innerhalb der Ostkirchen werden mit dieser Begrifflichkeit nicht beachtet.

Nach dem Selbstverständnis aller orthodoxen Kirchen gibt es zwei einander ergänzende Herleitungen der Selbstbezeichnung „orthodox“: „recht glauben“, also „rechtgläubig“, ist die eine, „recht lobpreisen“ die andere. Es sind die orthodoxen Kirchen, in denen die Liturgie als Ausdruck der Rechtgläubigkeit eine zentrale Bedeutung hat. Die Länge orthodoxer Gottesdienste sowie die starke Bedeutung von liturgischem Gesang verbunden mit der zentralen Verehrung von Ikonen, die durch Dramatik und Ausmalung den Gläubigen die Heilsgeschichte vermitteln, kennzeichnen selbst für den Außenstehenden das Eigentümliche der Orthodoxie. Der russische Dichter Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809 bis 1852) schreibt voller Faszination: „Die Wirkung der göttlichen Liturgie auf die Seele ist ungeheuer: sichtbar vor den Augen, vor der ganzen Welt vollzieht sie sich … Wenn der Andächtige nur mit Eifer und Frömmigkeit jeder Handlung folgt und sich an die Aufrufe des Diakons hält, so erwirbt er sich schon dadurch ein hochgemutes Herz, Christi Gebote werden erfüllbar, Christi Joch wird sanft und seine Last leicht. Verlässt er das Gotteshaus, wo er am göttlichen Liebesmahl teilgenommen hat, er erblickt in allen seine Brüder.

Von Byzanz über Kiew nach Moskau: Die russisch-orthodoxe Kirche

Im Jahre 1453 war Konstantinopel, die Hauptstadt des oströmischen Byzantinischen Reiches, den Osmanen in die Hände gefallen. Seitdem residiert der ökumenische Patriarch aller Orthodoxen Christen auf einer kleinen Insel vor Istanbul in Form eines goldenen Exils. Damals hat der Metropolit von Moskau die Führung über die Orthodoxe Welt übernommen. Moskau versteht sich kirchengeschichtlich als das heilige apostolische „Dritte Rom. Das Erste, das alte „kaiserlicheRom in den ersten Jahrhunderten des Christentums sei einer Häresie verfallen und das Zweite Rom, womit Byzanz bzw. Konstantinopel gemeint ist, wurde aufgrund seiner Unionsbemühungenmitdempäpstlichkatholischen Rom von Gott bestraft, indem er die Stadt durch die Türken erobern ließ. Die enge Verbindung mit den russischen Herrscherhäusern seit Zar Boris Godunow (1552 bis 1605) sicherte diesen Führungsanspruch bis 1917 ab. Völlig geradlinig auf dieser kirchlich-imperialen Linie propagiert seit dem Ende der UdSSR das Moskauer Patriarchat die Wiederherstellung der „spirituellen Einheitder Orthodoxie. Das Moskauer Patriarchat verlieh den ihm loyalen orthodoxen Kirchen in Litauen, Estland, Lettland, Weißrussland und der Ukraine nach 1990 die Selbstständigkeit. Aber gegenüber der Ukraine hieß es zum Beispiel in der Schlusserklärung des Konzils der russisch-orthodoxen Kirche im Jahre 2007, dass sie ein untrennbarer Teil der „russisch-orthodoxen Zivilisationbleibe. Diese Besonderheit habe mit der „Taufe der Kiewer Rus– auf dem Gebiet der Ukraine – begonnen. Nach der Gründungslegende ließ der Großfürst Wladimir sein Volk im Jahr 988 im Dnjepr taufen. Die „Heilige Russei „die gemeinsame Quelle der Staatlichkeit und der christlichen Kultur unserer Völker. (…) Wir erklären entschieden, dass die Einheit der heiligen Rus die größte Errungenschaft unserer Kirche und unserer Völker ist, ein Schatz, den wir mit all unserer Kraft verteidigen werden.

Dass der Begriff „Zivilisationnicht nur historisch und religiös gemeint ist, sondern zugleich politisch, wird aus Äußerungen des Moskauer Patriarchaten klar. So nannte der Metropolit Kirill die Auflösung der Sowjetunion „eine Tragödie so groß wie die Teilung Deutschlands im Jahre 1945. Die Kirche des Moskauer Patriarchats sei „das letzte und einzige Band, das die Rus-Zivilisation zusammenhält. … Indem sie alles bewahrt, was aus Menschen eine einzige Nation macht. Das ukrainische und das russische Volk bilden danach eine historische kulturelle Gemeinschaft. Daher bezeichnet sich Kirill selbst als der „Heilige Patriarch Moskaus und der ganzen Rus, Patriarchen aller osteuropäischen orthodoxen Christen, ungeachtet ihrer Nationalität.

Kirchen der Ukraine präzise erfasst: UOK-MP, UAOK, UOK-PK, UGKK und römisch-katholische Kirche

In wohl keinem anderen Staat Mittelund Osteuropas stellt sich die kirchliche Lage derart kompliziert dar wie in der Ukraine. Es gibt heute neben drei orthodoxen und zwei katholischen Kirchen zahlreiche evangelische Gemeinden und Organisationen; außerdem ist der Islam unter den auf der Krim lebenden Tataren sehr verbreitet. Diese komplexeSituationhängtdamitzusammen, dass das Gebiet der heutigen Ukraine in der Vergangenheit zu sehr vielen und sehr unterschiedlichen Staaten gehört hat. Ganz oder in Teilen war die Ukraine Bestandteil des Zarenreiches, aber ebenso Österreichs und Polens. Das hat die jeweilige „geopolitischeAusrichtung der Bevölkerung geprägt: also die Frage beeinflusst, ob sich das Land eher zum Westen, nach Polen, oder eher nach Osten, nach Russland, orientiert. Dementsprechend hat sich ganz unterschiedlich ein ukrainisches Bewusstsein in den verschiedenen Teiles dieses großen Landes entwickelt. In manchen Gebieten fühlt man sich als Ukrainer eher als zu Europa gehörig. Das ist, historisch und geografisch bedingt, am stärksten im Westen, dem ehemaligen Galizien, in der Nähe zu Polen der Fall. Während man im Osten eine enge Verbindung mit Russland selbstverständlich für wichtig hält. Dies alles spiegelt sich wider in den vielfältigen kirchlichen Strukturen. Die drei orthodoxen Kirchen in der Ukraine haben zwar sehr zum Verwechseln ähnliche Bezeichnungen. Doch ihre kirchlichen und politischen, vor allem nationalen Ausrichtungen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Ukrainische orthodoxe Kirche, Patriarchat Moskau (UOK-MP).

Die größte Organisation ist die Ukrainische Orthodoxe Kirche, die oft mit dem Zusatz „Moskauer Patriarchat“ von den anderen unterschieden wird (UOK-MP). Sie lebt in kirchlicher Gemeinschaft mit der Russischen Orthodoxen Kirche und genießt ihr gegenüber seit 1990 einen halbautonomen Status: Ihr Oberhaupt, Metropolit Volodymyr, ist kraft seines Amts Mitglied des Synods der Russischen Orthodoxen Kirche. Die UOK-MP kann ihre inneren Angelegenheiten selber und unabhängig von Moskau verwalten. Vor allem aber ist sie die einzige Kirche, die von den anderen orthodoxen Kirchen der Welt als kanonisch, das heißt als vor der kirchlichen Tradition und dem Kirchenrecht als legitim anerkannt wird. Die meisten ihrer Gemeinden hat sie im Süden und im Osten des Landes. Die UOK-MP ist so stark, weil sie wichtige Argumente auf ihrer Seite hat. Die Kanonizität, die theologische Rechtmäßigkeit gemäß orthodoxem Kirchenrecht, ist auch vielen kritischen Gläubigen sehr wichtig. Die UOK-MP ist die einzige orthodoxe Kirche, deren Priester und Hierarchen eine kanonisch vollgültige Weihe im Sinne der apostolischen

Sukzession erhalten haben, die sie als rechtmäßige Nachfolger der Jünger Jesus auszeichnen. Die russisch-orthodoxe Kirche – wie bereits dargestellt – hat eine tausendjährige Geschichte und ihre Wiege ist Kiew, wo die kollektive Bekehrung der Rus zum Christentum stattfand. Eine kirchliche Abspaltung von Moskau wird von vielen Gläubigen als Sektierertum verstanden. Dabei ist die ethnische Zugehörigkeit zwischen Ukrainern und Russen schwer zu bestimmen. Neben kleineren nationalen Minderheiten leben in der Ukraine rund 12 Millionen Russen. So hat die UOK-MP als Vertreterin des Moskauer Patriarchats in der Ukraine eine natürliche, national zu definierende Basis. Sie fungiert damit auch für andere Nationalitäten sogar als „gemeinsamer Nenner. Und nicht zuletzt ist wichtig: Die russisch-orthodoxe Kirche ist die weitaus größte autokephale orthodoxe Kirche und genießt daher in der übrigen christlichen Welt ein entsprechend hohes Ansehen. „Autokephalbedeutet hier: Diese Kiche verwaltet nicht nur ihre Angelegenheiten autonom, sondern hat das Recht, selbst ihr geistliches Oberhaupt zu bestimmen.

Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche (UAOK)

Die Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche (UAOK) ist in der Zeit nach der Oktoberrevolution 1920/ 21 entstanden als bewusste Abspaltung von der russisch-orthodoxen Kirche, um die Bildung eines Nationalstaates in den nichtrussischen Republiken zu unterstützten. Eine Gruppe von ukrainisch orientierten Priestern gründete entgegen orthodoxem Kirchenrecht diese Kirche und wählte einen der ihren zum Metropoliten, um sich von der russischen orthodoxen Kirche zu distanzieren, die unter der Zarenherrschaft die einzige anerkannte orthodoxe Kirche in der Ukraine war. Nach kurzer Zeit wurde die Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche (UAOK) in der UdSSR verfolgt. Überleben konnte sie nur in der Emigration. In Nordamerika befanden sich Bischöfe, Priester und Gläubige dieser Kirche unter der kirchlichen Oberhoheit des ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, der zwar eine Vorrangstellung in der Orthodoxie, aber nur wenig reale Macht hat. Mit der Perestrojka und dem absehbaren Ende der Sowjetunion wurde diese Kirche sofort in der Ukraine wieder gegründet. Sie hat ihre Gemeinden vor allem im Westen des Landes und zeichnet sich durch eine deutlich antirussische Haltung aus. Mehrere Streitigkeiten und Konflikte, in denen es nie um theologische Fragen ging, sondern handfest um alte Ansprüche auf Ländereien, Kirchen und Klöster, haben in den letzten Jahren zu weiteren Spaltungen in der UAOK geführt.

Ukrainische Orthodoxe Kirche, Patriarchat Kiew (UOK-PK)

Die Ukrainisch Orthodoxe Kirche-Patriarchat Kiew (UOK-PK) ist im Juni 1992 entstanden und bedeutet einen bewussten, jedoch kirchenrechtlich zunächst unrechtmäßigen Schritt in Richtung kirchenpolitischer Loslösung vom Moskauer Patriarchat. Wiederum geht es weder um Liturgie noch Lehrmeinungen. Wie die UAOK, will die UOK-PK in der unabhängigen Ukraine eine autokephale, d.h. selbstständige orthodoxe Kirche mit einem eigenen Patriarchen etablieren. Zu den konkreten Anstößen dieser Neugründung gehörte, dass der noch der Moskauer Jurisdiktion unterstehende Metropolit von Kiew, Filaret (geb. 1929), vom Heiligsten Synod der russisch-orthodoxen Kirche seines Amtes enthoben und zum einfachen Mönch degradiert wurde. Filaret strebte mit entsprechenden Gesuchen eine kirchenrechtlich anerkannt Autokephalie bereits seit Ende 1991 an. Er machte sich so eine allgemeine Idee kirchlicher und nationaler Selbständigkeit vieler orthodoxer Ukrainer zu eigen und wurde zu jener Zeit vom Moskauer Patriarchat zunächst in Kiew belassen. Und das obwohl seine Korruption und Kollaboration mit dem KGB bekannt waren und sein unmoralischer Lebenswandel in den Medien breitgetreten wurde. Er hatte als Exarch der russisch-orthodoxen Kirche (ROK) rund 30 Jahre lang die ROK in der Ukraine verwaltet. Nun folgten ihm einige Bischöfe bei der eigenmächtigen Gründung einer neuen orthodoxen Kirche in der Ukraine. Mit Rückhalt einiger Parlamentsabgeordneter fand am 25./26. Juni 1992 eine Vereinigungssynode dieser Schismatiker mit einem Großteil des UAOK-Episkopats statt, die die UOK-PK begründete. Dieser Vorgang wurde kirchenrechtlich nicht anerkannt. Der ethnische Ukrainer Mychajlo Denysenko trägt nun den Titel „Patriarch von Kiew und der ganzen Rus-Ukraine. Das soll den historischen Anspruch der UOK-PK untermauern.

Der Erfolg der UOK-PK beruht darauf, daß sie sich als ukrainische Nationalkirche versteht, die nach ihrem Selbstverständnis einen seit Ende des 17. Jahrhunderts überfälligen historischen Anspruch erfüllt. Dies verschafft ihr die Anhängerschaft der national denkenden Ukrainer und Nationalisten, die eine unabhängige orthodoxe Kirche parallel zum unabhängigen Staat wollen. Die Präsidentschaft Kravčuks, er war 1991 bis 1994 der erste Präsident der Ukraine, sicherte der UOK-PK Kirchenbesitz, Ländereien und eine positive Berichterstattung in den Medien zu. Gleichzeitig wird von ihr die UOK-MP als Moskaus „fünfte Kolonnediffamiert. Den Alleinvertretungsanspruch als nationale ukrainische orthodoxe Kirche ist verbunden mit dem Feindbild, das von der russisch-orthodoxen Kirche gezeichnet wird. Diese wolle eine autokephale orthodoxe Kirche in der Ukraine verhindern.

Natürlich hat der Kirchenstreit eine starke politische Komponente, indem Moskau mittels der UOK-MP Einfluss auf Kiew und die Ukraine behalten und ausüben möchte. Weltweit hat die russisch-orthodoxe Kirche (ROK) heute etwa 18 000 Gemeinden. Natürlich würden Macht und Ansehen des Patriarchen der ROK in Moskau sinken, wären alle orthodoxen Gläubigen in der Ukraine, die immerhin ein Drittel der Weltorthodoxie ausmachen, in einer eigenständigen autokephalen Kirche vereint. Auf mehr als 9 000 Gemeinden hätte das Moskauer Patriarchat keinen jurisdiktionellen Anspruch mehr. Verbleiben würden ihm in Russland nur noch 7 000 Gemeinden. Außerdem würde man mit Kiew, so sieht sich das Moskauer Patriarchat selbst, seine historischen Wurzeln und die Wiege der eigenen Orthodoxie verlieren.

Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche (UGKK)

Einen wichtigen Faktor im religiösen Leben der Ukraine stellt die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche (UGKK) dar. Sie stammt aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert. Damals ging im Zuge der Gegenreformation ein Teil der orthodoxen Bischöfe eine so genannte Union mit der römisch-katholischen Kirche ein. 1595 unterschrieb Papst Clemens VIII. die Unionsbulle. Dabei erhielt sie das Recht auf die Beibehaltung der eigenen Bräuche, der Liturgie und der Kirchendisziplin. Sie brauchten nicht die lateinische Messe zu übernehmen. Der Oberhoheit des Papstes mussten sie sich aber unterwerfen. Und damit hatte der Westen inmitten der Ukraine einen Einflussbereich, den das römisch-katholische Polen und Österreich nutzen konnte. Für die katholische Kirche wie für das polnisch-litauische Reich schien sich durch diese Union ein alter Traum erfüllt zu haben. Man glaubte, auf diese Weise die eigenen Untertanen dem Einfluß des östlichen Nachbarn entziehen und zugleich eine Missionierung gegenüber Moskau einleiten zu können. Das Haupt der Unierten Kirche erhielt deshalb in Parallelität zum Moskauer Patriarchat den anspruchsvollen Titel „Archiepiscopus Metropolita Kioviensis et Haliciensis ac totius Russiae. Der Name „unierte Kirche“ wird allerdings von den Betroffenen selbst als diskriminierend verstanden. Nach wechselhaftem Schicksal und Verboten konnte diese Kirche seit 1990 wie-

der legal existieren; heute ist sie in Galizien die vorherrschende Kirche. Von den Orthodoxen wird ihr vorgeworfen sie sei durch „Verrat“ am Glauben der Väter entstanden ist. In der UGKK ist seit dem 19. Jahrhundert das ukrainische Nationalbewusstsein stark kultiviert worden. Auch heute vertritt sie eine deutlich antirussische Haltung und auch sie beruft sich auf eine „Tradition der Kirche von Kiew“.

Römisch-katholische Kirche

Schließlich gibt es noch die römischkatholische Kirche selbst. Sie ist vor allem im Westen der Ukraine präsent,. Besonders unter Menschen polnischer Abstammung ist sie stark. Die römischkatholische Kirche bemüht sich darum, betont ökumenisch, als Teil der Weltkirche zu erscheinen. Aber sie hat das Image einer „polnischen Kirche“. Zwischen den Hierarchien der griechisch-katholischen und der römischkatholischen Kirche bestehen keine besonders engen Beziehungen, die öffentlich wirksam sind, obgleich sie ja beide katholisch und Rom unterstellt sind.

Bildquelle: by ipernity.com/doc/d-f [hat Suckr verlassen] at flickr.com
Quellen:
 Tamcke, Martin, „Das orthodoxe Christentum, München 2004
Nachrichtenabteilung der UGKK 
Salmon, Benedikt, „Die ukrainischen orthodoxen Kirchen
Golczewski, Frank (Hg.), „Geschichte der Ukraine, Göttingen 1993
Gogol, Nikolai Wassiljewitsch, „Betrachtungen über die göttliche Liturgie, Würzburg 1989
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